Bei Nutzfahrzeugen wie LKW, Sattelzugmaschinen, Zugmaschinen und Bussen ist der Anlasser eines der wichtigsten elektrischen Bauteile, das den Motor überhaupt erst in Bewegung setzt. Springt der Motor nicht an, hört man beim Zünden nur ein Klicken oder dreht der Motor gar nicht erst durch, wird meist der Anlasser oder der zugehörige Stromkreis als Ursache vermutet. In diesem Beitrag erklären wir, was ein Anlasser ist, wie er funktioniert, welche Ausfallsymptome typisch sind, welche Ursachen zum Verschleiß führen und wann ein Kohlenwechsel (Bürstenwechsel) erforderlich ist – mit Fokus auf schwere Nutzfahrzeuge.
Der Anlasser ist ein Gleichstrom-Elektromotor, der den Verbrennungsmotor (Dieselmotor) zum ersten Mal in Drehung versetzt, damit dieser überhaupt anspringen kann. Damit der Motor selbstständig läuft, muss die Kurbelwelle mit einer bestimmten Drehzahl gedreht werden, damit Verdichtung und Verbrennung in den Zylindern einsetzen können – genau diese erste Drehbewegung übernimmt der Anlasser. Dreht der Fahrer den Zündschlüssel, wandelt der Anlasser die von der Batterie gelieferte elektrische Energie in eine mechanische Drehbewegung um. Das kleine Ritzel an seiner Spitze greift in den Zahnkranz des Schwungrads ein und dreht so den Motor durch. Sobald der Motor selbstständig läuft, ist die Aufgabe des Anlassers erfüllt und das Ritzel wird wieder ausgekuppelt. Bei schweren Nutzfahrzeugen arbeiten Anlassanlagen aufgrund des hohen Verdichtungsverhältnisses und des großen Hubraums von Dieselmotoren in der Regel mit 24 Volt Bordspannung und hohem Leistungsbedarf.
Der Anlasser durchläuft beim Startvorgang mehrere aufeinander abgestimmte Phasen. Wird der Zündschlüssel in Startstellung gedreht, sendet zunächst das Anlasserrelais ein niederohmiges Steuersignal an das Magnetschalter-Automatik (Anlassermagnetschalter, Solenoid). Der Magnetschalter erfüllt zwei Aufgaben gleichzeitig: Zum einen schiebt er das Ritzel vor, sodass es in den Zahnkranz des Schwungrads eingreift, zum anderen schließt er die Hauptkontakte und leitet den hohen Batteriestrom direkt in die Wicklungen des Anlassers. Dieser hohe Strom bringt den Anker (Rotor) in Drehung; die Drehbewegung wird über die Kohlen (Bürsten) auf den Kollektor übertragen, und der Anker erzeugt ein starkes Drehmoment. Das Ritzel dreht das Schwungrad und damit den Motor durch. Sobald der Motor läuft und das Schwungrad schneller dreht als das Ritzel, schützt eine Freilaufkupplung (Bendix) den Anlasser vor Rückschlägen. Wird der Zündschlüssel losgelassen, unterbricht der Magnetschalter den Stromfluss und das Ritzel kehrt in seine Ausgangsposition zurück. Da die Kohlen in diesem Ablauf die Kontaktstellen sind, über die der Strom auf den rotierenden Kollektor übertragen wird, sind sie für die Funktionstüchtigkeit der Anlassanlage von entscheidender Bedeutung.
Anzeichen für einen defekten oder verschlissenen Anlasser bzw. dessen Bauteile zeigen sich meist beim Startvorgang. Bei schweren Nutzfahrzeugen sind folgende Anlasser-Ausfallsymptome besonders häufig:
Diese Symptome können auch auf andere Probleme wie eine schwache Batterie, eine lose Kabelverbindung oder eine schlechte Masseverbindung hindeuten; bevor der Anlasser als Ursache festgelegt wird, sollten daher auch Batteriespannung und Anschlüsse geprüft werden.
Die wichtigsten Ursachen für Ausfälle und Verschleiß bei Anlassern von schweren Nutzfahrzeugen sind:
Die Anlasserkohle (Bürste) ist ein kohlenstoffbasiertes Verschleißteil, das über einen Federdruck Kontakt zum Kollektor des Ankers hält und so den Strom überträgt; sie nutzt sich naturgemäß mit der Zeit ab. Sinken die Kohlen unter eine bestimmte Mindestlänge, können sie nicht mehr ausreichend Druck auf den Kollektor ausüben; die Folge sind ein schwaches Durchdrehen des Anlassers, unregelmäßiger Kontakt und Funkenbildung. Als Faustregel gilt: Die Anlasserkohlen sollten geprüft werden, sobald Symptome wie Leistungsverlust beim Anlassen, gelegentliches Nichtanspringen oder Klickgeräusche auftreten, sowie im Rahmen der regelmäßigen Überholung. Der Kohlenwechsel erfolgt in der Regel nicht isoliert; meist wird der Anlasser ausgebaut, der Kollektor gereinigt und gleichzeitig Magnetschalter, Lager und Ritzel überprüft. Werden verschlissene Kohlen nicht zusammen mit einem beschädigten Kollektor ersetzt, nutzen sich auch die neuen Kohlen schnell wieder ab. Die Überholung des Anlassers bei schweren Nutzfahrzeugen erfordert korrekten Aus- und Einbau sowie elektrische Prüfungen und sollte daher von einer Fachwerkstatt durchgeführt werden; für die genauen Wartungsintervalle ist das technische Handbuch des Fahrzeugs maßgeblich.
Der zuverlässige Betrieb der Anlassanlage hängt nicht nur vom Anlasser selbst ab, sondern vom gesamten Stromkreis, der ihn versorgt. Angesichts des hohen 24-Volt-Strombedarfs bei schweren Nutzfahrzeugen wirken sich intakte, saubere und niederohmige Kabel, Anschlussklemmen, Relais und Massepunkte direkt auf die Lebensdauer des Anlassers aus. Eine verschlissene Kohle, eine schwache Verbindung oder eine oxidierte Klemme kann selbst bei einem einwandfreien Anlasser zu Startproblemen führen. VADEN ORIGINAL setzt bei Produkten für die elektrische Anlage und den Ersatzteilbedarf schwerer Nutzfahrzeuge auf Erstausrüsterqualität und die richtigen Toleranzen. Für den Bedarf an Bauteilen im Anlasserstromkreis ist die Wahl hochwertiger, mit den Herstellervorgaben konformer Komponenten entscheidend, um sowohl die Startzuverlässigkeit als auch die Langlebigkeit des Systems zu gewährleisten.
Der Anlasser ist ein Gleichstrom-Elektromotor, der den Verbrennungsmotor (Dieselmotor) zum ersten Mal in Drehung versetzt und so den Startvorgang einleitet. Er wandelt die elektrische Energie der Batterie in eine mechanische Drehbewegung um; das Ritzel an seiner Spitze greift in den Zahnkranz des Schwungrads ein und dreht den Motor bis zur Startdrehzahl durch. Bei schweren Nutzfahrzeugen arbeitet er in der Regel mit 24 Volt.
Zu den wichtigsten Ausfallsymptomen eines Anlassers zählen: Der Anlasser springt beim Zünden überhaupt nicht an, es ist nur ein Klicken zu hören ohne dass der Motor durchdreht, der Anlasser dreht langsam und schwach, das Ritzel dreht ohne Eingriff ins Schwungrad im Leerlauf, sowie metallische Reibgeräusche. Auch Rauch oder Brandgeruch am Anlasser sind ein ernstzunehmendes Anzeichen für einen Defekt.
Ein einzelnes oder mehrfaches Klicken beim Zünden zeigt meist, dass nicht genügend Strom zum Anlasser gelangt. Ursachen können eine schwache oder leere Batterie, lose oder oxidierte Kabelverbindungen, ein schlechter Massekontakt oder ein defekter Anlassermagnetschalter (Solenoid) sein. Bevor der Anlasser ausgetauscht wird, sollten zunächst Batteriespannung und Anschlüsse geprüft werden.
Die Anlasserkohle ist ein kohlenstoffbasiertes Verschleißteil, das über Federdruck Kontakt zum Kollektor des Ankers hält und so den Strom überträgt; sie nutzt sich mit der Zeit ab. Werden die Kohlen kürzer, können sie nicht mehr ausreichend Druck auf den Kollektor ausüben; die Folge sind Leistungsverlust beim Anlassen, gelegentliches Aussetzen, unregelmäßiger Kontakt und Funkenbildung. Der genaue Zustand lässt sich nur durch Ausbau des Anlassers und Prüfung von Kohlenlänge und Kollektor feststellen.
Die Anlasserkohlen werden gewechselt, wenn Symptome wie Leistungsverlust beim Anlassen oder gelegentliches Nichtanspringen auftreten und sie bei der regelmäßigen Anlasserüberholung geprüft eine bestimmte Mindestlänge unterschreiten. Der Wechsel erfolgt in der Regel nicht isoliert; Kollektorreinigung, Magnetschalter, Lager und Ritzel werden im selben Arbeitsgang überprüft. Für die genauen Intervalle ist das technische Handbuch des Fahrzeugs maßgeblich.
Der Anlasser ist ein kritisches elektrisches Bauteil, das bei schweren Nutzfahrzeugen die erste Bewegung des Motors ermöglicht und für einen zuverlässigen Startvorgang unverzichtbar ist; Symptome wie Nichtanspringen, Klickgeräusche und schwaches Durchdrehen sollten ernst genommen werden, wobei neben der Prüfung von Kohlen und Kollektor auch Batterie und Anschlüsse kontrolliert werden sollten. Für Ihren Bedarf an Bauteilen für den Anlasserstromkreis und die übrige elektrische Anlage sichern die VADEN ORIGINAL Elektrik-Produkte in Erstausrüsterqualität, konform mit den Herstellervorgaben, Startzuverlässigkeit und Langlebigkeit des Systems.